Kategorie: VHM Mehrschneider mit Fischschwanzanschliff

Schlichtwerkzeuge für maximale Laufruhe und gratfreie Kanten

VHM Mehrschneider mit Fischschwanzanschliff sind die erste Wahl, wenn es auf absolute Kantenpräzision ankommt. Durch die hohe Zähnezahl wird die Schnittlast optimal verteilt, was Vibrationen (Rattern) nahezu eliminiert. Das Ergebnis sind spiegelglatte Oberflächen und gratfreie Kanten in fast allen Materialien. Der integrierte Fischschwanzanschliff garantiert zudem ein stabilisiertes, zentrisches Eintauchen ohne Wandern des Werkzeugs.

Warum mehr Schneiden über die Kantenqualität entscheiden

In der Zerspanung gilt: Je mehr Schneiden, desto ruhiger der Lauf. Ein Mehrschneider (3, 4 oder mehr Schneiden) verbleibt durch die enge Teilung fast permanent im Materialeingriff. Das unterdrückt die gefährlichen Schwingungsamplituden, die bei Ein- oder Zweischneidern oft zu unschönen Rattermarken führen. Wer Passungen oder Sichtkanten fräst, profitiert von dieser Laufruhe, da das Werkzeug stabil in der Spur bleibt und die Kante buchstäblich sauber "abschält" statt sie zu schlagen.

Perfektes Finish ohne Nacharbeit

Saubere Kanten sind kein Zufall, sondern das Ergebnis einer hohen Schnittfrequenz. Da pro Umdrehung mehr Zähne den Span abnehmen, verringert sich die Belastung auf die einzelne Schneidkante. Das schont nicht nur das Werkzeug, sondern verhindert auch Materialausbrüche an der Werkstückkante. In Kombination mit dem Fischschwanzanschliff, der beim axialen Eintauchen für einen sauberen Anschnitt sorgt, wird die Nacharbeit am Bauteil auf ein Minimum reduziert oder komplett überflüssig.

VHM-Stabilität für höchste Maßhaltigkeit

Unsere Schlichtfräser werden aus extrem biegesteifem Vollhartmetall geschliffen. Diese Steifigkeit ist essenziell, um bei hohen Vorschüben und der Nutzung vieler Schneiden ein "Abdrängen" des Fräsers zu verhindern. Nur ein Werkzeug, das nicht federt, kann die Präzision der Spindel direkt auf das Werkstück übertragen. Das macht unsere Mehrschneider zum unverzichtbaren Partner für Werkzeugbau, Feinmechanik und anspruchsvolle Kunststoffbearbeitung.

💡 Tipp vom Profi: Erreichen von spiegelglatten Kanten

Zur Maximierung der Oberflächengüte empfiehlt sich der Einsatz im Gleichlauf-Fräsverfahren. Dies gewährleistet, dass die Schneide mit der maximalen Spandicke eintritt und einen sauberen Trennschnitt beim Austritt vollzieht, was die Kantenqualität zusätzlich stabilisiert. Sollte bei tiefen Taschen die Spanabfuhr zum limitierenden Faktor werden, ist ein Vorarbeiten mit einem VHM Zweischneider sinnvoll, um dem Mehrschneider ein konstantes Schlichtaufmaß von circa 0,1 mm bis 0,2 mm für das finale Finish zu überlassen. Diese Kombination optimiert sowohl die Zykluszeit als auch das optische Endergebnis des Bauteils.

Wissenswertes & FAQ zu VHM-Mehrschneidern

Q: Warum erzeugen Mehrschneider eine bessere Oberflächengüte als Zweischneider?

A:

Mehrschneider verfügen über eine höhere Schnittfrequenz pro Umdrehung. Da die Schnittlast auf mehr Schneidkanten verteilt wird, sinkt der Schnittdruck pro Zahn. Dies minimiert Vibrationen und verhindert Rattermarken, was zu einer deutlich feineren Oberflächengüte und spiegelglatten Flanken führt.

Q: Kann man mit einem Fischschwanz-Fräser direkt in das Material eintauchen?

A:

Ja, die Geometrie des Fischschwanzanschliffs ist speziell für das axiale Eintauchen ohne Vorbohren konzipiert. Das Werkzeug zentriert sich durch die Stirnschneiden selbst, was besonders bei Taschenfräsungen oder beim Formatieren von Plattenmaterial für hohe Prozesssicherheit sorgt.

Q: Wie vermeidet man Gratbildung an der Werkstückoberkante?

A:

Neben der Wahl eines Fräsers mit Fischschwanzanschliff ist die Wahl der richtigen Drehrichtung entscheidend. Das Fräsen im Gleichlauf sorgt dafür, dass die Schneide das Material von oben nach unten trennt, wodurch die Kanten sauber abgeschält werden und die Gratbildung auf ein Minimum reduziert wird.