Kategorie: VHM Fräser für Verbundwerkstoff wie CFK, GFK & FR4

Präzise Zerspanung von Composites ohne Delamination durch Spezialverzahnung

Verbundwerkstoffe wie CFK (kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff) und GFK stellen extreme Anforderungen an das Werkzeug, da die abrasive Faserstruktur herkömmliche Fräser binnen kürzester Zeit stumpf werden lässt. Unsere VHM Fräser für Verbundwerkstoff sind speziell mit einer diamantähnlichen Verzahnung (Down-Cut/Up-Cut Kombinationen oder Kreuzverzahnung) ausgestattet, um die Fasern sauber zu trennen, statt sie aus der Matrix zu reißen.

Saubere Kanten ohne Delamination: Das Problem mit CFK/GFK lösen

Wer schon einmal kohlenstofffaserverstärkten Kunststoff (CFK) mit einem Standard-Fräser bearbeitet hat, kennt das Bild: Die Fasern werden nicht geschnitten, sondern aus der Matrix gerissen. Das Ergebnis ist eine unsaubere, ausgefranste Kante – die gefürchtete Delamination. Unsere speziellen VHM-Verbundwerkstoff-Fräser nutzen eine hochpräzise Kreuz- oder Diamantverzahnung. Diese wirkt wie eine Schere, die die Fasern von beiden Seiten gleichzeitig trennt. Dadurch bleibt das Gefüge stabil und du sparst dir zeitaufwendige Nacharbeit an der Werkstückkante.

Standzeit-Maximierung in abrasiven Materialien

Glas- und Kohlefasern wirken auf Schneidstoffe wie Schmirgelpapier. Ein gewöhnlicher HSS-Fräser ist hier oft nach wenigen Zentimetern stumpf. Wir setzen konsequent auf Vollhartmetall (VHM) mit extrem hoher Härte. Die Geometrie unserer Composite-Fräser ist so ausgelegt, dass die Reibungshitze minimiert wird. Das ist entscheidend, da zu viel Wärme das Harz (die Matrix) aufweichen kann, was zum „Schmieren“ des Werkzeugs führt. Mit der richtigen Vorschubstrategie holst du so das Maximum an Laufmetern aus jedem Fräser heraus.

Maximale Prozesssicherheit: Diamantverzahnung mit zusätzlicher Spiralnut

Für anspruchsvolle Anwendungen, bei denen große Mengen an abrasivem Frässtaub entstehen, bieten unsere spiralverzahnten Ausführungen den entscheidenden Vorteil. Während die Diamantverzahnung die Faser trennt, sorgt die zusätzliche Spiralnut für einen hocheffektiven Abtransport des Materials aus der Fräsbahn. Dies verhindert ein Zusetzen des Werkzeugs und reduziert die thermische Belastung massiv. Besonders bei dickeren Platten oder tiefen Taschen bleibt der Prozess stabil und die Standzeit Ihres Werkzeugs auf einem Maximum.

💡 Tipp vom Profi: Diamantverzahnt vs. Spiralverzahnt - Wann nutze ich was?

Wenn Sie dünne Plattenmaterialien besäumen, ist die klassische Diamantverzahnung oft unschlagbar, da sie extrem ruhig läuft und das Material kaum vibriert. Sobald Sie jedoch tiefere Nuten fräsen oder das Material zur Hitzeentwicklung neigt, sollten Sie auf Spiralverzahnte Fräser mit zusätzlicher Spiralnut setzen. Die Spirale zieht den Staub aktiv nach oben aus dem Schnittkanal, kühlt so indirekt die Fräszone und verhindert, dass das Harz der Matrix durch Reibungswärme aufweicht.

Wissenswertes & FAQ zu Verbundwerkstoff Fräsern

Q: Wann nutze ich einen diamantverzahnten Fräser mit Spiralnut?

A:

Die zusätzliche Spiralnut ist immer dann von Vorteil, wenn eine hohe Materialabtragsrate gefordert ist oder tiefe Konturen gefräst werden. Während die Diamantverzahnung für das saubere Trennen der Fasern zuständig ist, übernimmt die Spiralnut den schnellen Abtransport des abrasiven Staubs. Das reduziert die Hitzeentwicklung und erhöht die Prozesssicherheit signifikant.

Q: Wie verhindere ich Delamination bei der CFK-Bearbeitung?

A:

Nutzen Sie Fräser mit einer hohen Anzahl an Schneidpunkten, wie unsere diamantverzahnten VHM-Fräser. Diese verteilen die Schnittkraft gleichmäßig auf die Fasern. Achten Sie auf eine ausreichend hohe Drehzahl und vermeiden Sie zu geringe Vorschübe, da das Werkzeug sonst mehr reibt als schneidet, was die Matrix schädigen kann.

Q: Sind diese Fräser auch für GFK und andere Verbundstoffe geeignet?

A:

Ja, diese Werkzeuge sind universell für alle faserverstärkten Kunststoffe wie GFK, CFK oder auch Hartgewebe geeignet. Da diese Materialien alle eine abrasive Wirkung haben, profitieren sie gleichermaßen von der extremen Härte des Vollhartmetalls und der faserschonenden Geometrie der Verzahnung.